Weltverbessern kann man auch in kleinen Räumen

Runde 3 vom Wortwechsel in violett im Februar 2017

Von links: Sabrina, Edith, Franziska, Gaby, Jürgen und Christina
Von links: Sabrina, Edith, Franziska, Gaby, Jürgen und Christina

Wie bringt man Menschen zusammen, die glauben, dass jeder von uns die Welt jeden Tag ein bisschen besser machen kann? Die selbst etwas zu einer besseren Welt beitragen und andere inspirieren – und sich inspirieren lassen wollen?

 

Man lädt sie zu einer Talkshow ein, die anders ist als alle anderen! Mit Gästen, die wahre Geschichten erzählen, statt Folien zu präsentieren. Und die zeigen, dass „Weltverbessern“ auch im Kleinen funktioniert. Anders als im Fernsehen soll die Gesprächsatmosphäre positiv sein, man lässt andere ausreden, beharrt nicht auf seinem Standpunkt und trägt dazu bei, dass am Ende etwas Positives für alle Anwesenden herauskommt. 

Alle Fotos: Kora Milter 

Alte und neue Bekannte

Am 21. Februar 2017 ging der „Wortwechsel in violett“ in München in Runde drei. Dabei waren Menschen aus Bayern und dem hohen Norden, 68er und die Generation Z, Unternehmer und Arbeitnehmer und Kreative und Strategen. Ort des Geschehens: die AROMA Kaffeebar in München, eine „Institution“ seit 1998, in deren Räumen vorher übrigens ein Porno-Shop war (unter anderer Leitung, wie der Inhaber betont). Im Nebenraum saßen wir eng beieinander – was die gute Energie noch verdichtete.  

 

Moderatorin Edith Roebers von Service Experts machte den Abend gut gelaunt, charmant und mit der genau richtigen Prise Service zu einem Erlebnis, für die rund 30 Anwesenden. Christine Sönning sorgte für einen bleibenden ersten und letzten Eindruck und Kora Milter  hielt alles mit ihrer Kamera fest. 

Die Sonne und Du

Jürgen Altmann, Aroma Kaffeebar; Wortwechsel in violett; Shades of Love

Jürgen Altmann, Gastgeber in der AROMA Kaffeebar, brachte uns gleich zu Beginn die Sonne ins Haus mit seiner Geschichte „Sonnenbrillen sammeln im Schatten der Liebe“. Bei seinen Reisen in den Himalaya erfuhr er, dass viele Menschen in dieser Region an Grauem Star leiden – kein Wunder bei der extremen Sonneneinstrahlung auf 2.500 – 5.000 Metern. Besonders die Menschen in sehr entlegenen Regionen wussten nichts darüber, wie sie ihre Augen schützen können. Jürgen fing an, für diese Menschen Sonnenbrillen zu sammeln, zunächst in seinem Café später auch an vielen anderen Stellen im In- und Ausland. Die Brillen werden nach sorgfältiger Prüfung an die Menschen im Himalaya (und zukünftig auch in den Anden) verteilt. Mehr gibt es unter Shades of Love. Auch ein paar Weltverbesserer hatten gebrauchte Sonnenbrillen dabei, die sich zu den gesammelten Exemplaren im Café gesellten. 

Das Orakel von München

Franziska Hesedenz; Meditationslehrin; Wortwechsel in violett
http://www.meditation-muenchen.com/

Franziska Hesedenz, seit 1973 Meditationslehrerin, verriet gleich zu Beginn ihrer Geschichte, dass sie schon zum zweiten Mal eine 68erin ist! Altersmäßig und tatsächlich. Während ihren Meditationssitzungen mit Kunden spürte sie, dass sie trotz geschlossener Augen sieht, was ihre Klienten bewegt, beeinträchtigt und ihnen bevorsteht. Sie sprach nie darüber – aus Unsicherheit, was die Leute wohl über sie denken würden. Bis eines Tages einer ihrer Kunden das „Geheimnis“ unbewusst ausplauderte. Der Bann war gebrochen und Franziska fand den Mut, über ihr Alleinstellungsmerkmal zu sprechen. Sie sprach sogar öffentlich über ihre Rolle als „Orakel“ und gewann Wettbewerbe bei den Toastmasters. Und: seit sie ihren Kunden offen sagt, was sie sieht, ist die heilende Wirkung ihrer Meditation noch besser. Und was denken die Leute darüber? Nur Gutes!  

Jungunternehmerin mit Herz

Schon mit 21 gründete Sabrina Lorenz ihr Café Lotti in München – und zwar innerhalb von nur 3 Monaten von der Entscheidung bis zur Eröffnung. Ihr „Mädchentraum“ wurde wahr, doch leider waren die ersten zwei Jahre kein Zuckerschlecken. Erst als sie anfing, mit ihrem Mentor, einem erfahrenen Unternehmer, zu arbeiten, wurde ihr Café nach und nach zu einem Unternehmen, an dem sie täglich arbeitet. Ihr Motto, mit dem sie Mitarbeiter und Gäste jeden Tag glücklich machen will: „Leave people better than you found them“. Wer zum Lotti-Team gehört, bedient nicht nur die Gäste. Er/sie entwickelt sich dank Sabrina stetig weiter und findet eine Umgebung, in der Platz ist für alle Talente. Und das spüren auch die Gäste. Seit neuestem gibt es mit Lottis Leben ein Netzwerk für Frauen, mit außergewöhnlichen Veranstaltungen von kreativ über sportlich bis geschäftlich.

So fangen freundliche Revolutionen an

Gaby Feiles' ganz persönliche Geschichte begann dieses Mal schmerzhaft: mit einem Rücken, der unter der beruflichen Belastung buchstäblich zusammenbrach. In einem überaus fordernden Job ist Wertschätzung für das, was man tut, eine Grundvoraussetzung, um gesund zu bleiben. Denn: echte Wertschätzung berührt das Herz. Die Parabel machte deutlich, wie es zu Situationen kommt, die „negative Wertschätzung“ auslösen. Die Geschichte „Echte Wertschätzung passiert nicht auf Facebook“ gibt es für alle zum Nachlesen, Miterleben, und Mitfühlen gleich hier.  Gabys Apell: grüße doch mal die Leute, die du jeden Tag siehst freundlich, auch wenn du sie nicht kennst. Bei der Arbeit geht Wertschätzen sogar noch leichter und wirkungsvoller, mit diesen Schätzen.

Ein paar Stimmen der Anwesenden:

  • „Diese Veranstaltung ist genau richtig für mich,
    sie bietet einen sinnvollen Rahmen und lässt mir genügend Raum.“
  • „So viele Menschen, die mit dem Anliegen, die Welt zu verbessern, zusammen kommen, erzeugen alleine damit Energiefelder, die genau das tun: die Welt verbessern!“
  • „Ihr seid ein gutes Team und es macht unglaublich Spaß, hier dabei zu sein.“

Das nächste Mal

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