Weltverbesserer treffen sich „vegan“

Runde 2 vom Wortwechsel in violett

Gaby & Edith, die Gastgeberinnen vom Wortwechsel in violett
Gaby & Edith, die Gastgeberinnen vom Wortwechsel in violett

Wie bringt man Menschen zusammen, die glauben, dass jeder von uns die Welt jeden Tag ein bisschen besser machen kann? Die selbst etwas zu einer besseren Welt beitragen und andere inspirieren – und sich inspirieren lassen wollen?

 

Man lädt sie zu einer Talkshow ein, die anders ist als alle anderen! Mit Gästen, die wahre Geschichten erzählen, statt Folien zu präsentieren. Und die zeigen, dass „Weltverbessern“ auch im Kleinen funktioniert. Anders als im Fernsehen soll die Gesprächsatmosphäre positiv sein, man lässt andere ausreden, beharrt nicht auf seinem Standpunkt und trägt dazu bei, dass am Ende etwas Positives für alle Anwesenden herauskommt.

 

Am 17. Januar 2017 ging der „Wortwechsel in violett“ in München in die zweite Runde. Es trafen sich alte Bekannte und neue Interessierte. Gaby Feile und Edith Roebers luden dieses Mal ins Rebella Bex Café in München, wo jeden Tag Menschen zusammen kommen, die mit Körper, Geist und Seele gemeinsam Neues entdecken und miteinander teilen wollen.

 

Ihr Motto: „Du kannst nicht alles tun, was die Welt braucht. Aber die Welt braucht all das Gute, was du tust!“ 

 

Alle Fotos: Annette Hodge für Wortwechsel in violett

Was hast du im Kühlschrank?

Rebecca Dorschner; Rebella Bex Cafe; Wortwechsel in violett

 Rebecca Dorschner, Gastgeberin im Rebella Bex Café stimmte uns auf den Abend ein und fragte „Wie kann man sich Frieden wünschen, wenn im eigenen Kühlschrank Krieg herrscht?“ Mit 7 Jahren erfuhr sie drastisch und „live“, wo das Fleisch herkam, das sie jeden Tag aß. Sie stellte ab sofort das Essen von Schweinefleisch ein und wurde im Laufe der Zeit zur Vegetarierin und Veganerin. Da ist es nur konsequent, dass es in ihrem Café keine tierischen Produkte gibt. Rebecca verdeutlichte, dass Veganer nicht automatisch die besseren Menschen sind. Aber sie sind Menschen, die der Massentierhaltung und der industriellen Produktion von tierischen Lebensmitteln abgeschworen haben. Für alle hilfreich: die praktischen Tipps, welche Zutaten man mit veganen Lebensmitteln ersetzen kann.

Ein Spiel ohne Regeln aber mit Folgen

Peter Uthess, ein Geschichtenerzähler wie aus „Tausendundeiner Nacht“, nahm uns mit auf die Entstehungsgeschichte des „Jahrhundertspiels“ pregame®. Dieses Spiel, das völlig offen lässt, was man daraus macht, kann dein Leben verändern und nichts als deine Zukunft hinterlassen. Das wurde klar, als wir hörten, was während des Spielens schon alles passiert ist: Eine Spielerin fand durch das Spiel heraus, dass sie sehr wohl „a capella“ singen kann, obwohl man ihr das bisher immer ausgeredet hatte. Und ein Mann machte seiner Partnerin spontan einen Heiratsantrag, den sie annahm. pregame® stellt den Prozess in den Vordergrund, der, wie der Namen sagt, vor dem Spiel kommt. Es wird mithilfe eines Moderators gespielt und kann besonders gut im Geschäftsleben eingesetzt werden.

Männer sind anders. Und Frauen auch.

Der Experte fürs Mannsein Peter Rohde von Seinskraft plauderte in seiner Geschichte aus dem Nähkästchen – beziehungsweise aus dem Kopf von Männern. Angeregt durch drei besondere Bücher (und durch ein paar Frauen) hinterfragt er seit einigen Jahren das Mannsein. Die Teilnehmer seiner Männergruppen finden einen geschützten Raum, in dem sie Mann sein dürfen. Sie unterstützen sich und reden über Themen, die Männer beschäftigen. Welche das, neben Frauen, Fußball und Autos sind, wollte Peter nicht verraten. Dafür demonstrierte er, wie er Männern und Frauen dabei hilft, ihre natürliche Rolle in Beziehungen neu zu entdecken. Und tatsächlich: als die Männer und die Frauen separat voneinander saßen, war der Unterschied spürbar – und zwar positiv.

Ein Beinbruch ist kein Grund, aufzuhören

Edith Roebers von Service Experts vollendete den Abend mit ihrem Thema Wer führt macht Menschen erfolgreich“. Wir erfuhren, dass Führen etwas anderes ist als Anweisungen zu geben. Es heißt: vertrauen und loslassen können. Ja, Führen ist Service, interner Service nämlich. Besonders stark wurde Edith mit den Konsequenzen daraus konfrontiert, als sie eine junge Mitarbeiterin mit einer anspruchsvollen Aufgabe betraute, die ihr damaliges Unternehmen einen großen Schritt nach vorne bringen sollte – und diese Mitarbeiterin dann kurz vor dem Start mit einer Verletzung mehrere Monate ausfiel. Weil sie während der Krankheit in engem Kontakt mit der Mitarbeiterin blieb und sie führte, erfüllte diese, trotz Verletzung, weiterhin kleine Aufgaben, lernte vieles dazu und konnte beim Wiedereinstieg die Rolle der Shopleiterin übernehmen!

Ein paar Stimmen der Anwesenden

  • „Das ist eine großartige Veranstaltung, die genau zum richtigen Zeitpunkt kommt.“
  • „Man konnte viele Anregungen mit nach Hause nehmen.“
  • „Danke, dass ich dabei sein durfte. Ich komme wieder.“

Aufruf zum Nomimieren

Viele von uns tun großartige Dinge, die andere inspirieren. Deshalb rufen wir dich auf: Nominiere Menschen, die du kennst (oder dich selbst), deren Geschichte unbedingt den richtigen Menschen erzählt werden sollte. Hier schauen, wie das genau geht.

Das nächste Mal

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