Wie WASSER zum verbindenden Element beim Wortwechsel in violett wurde

Statt Fasching: Weltverbessern

Am 8. Februar 2018 trafen sie sich schon zum 10. Mal: Menschen, die daran glauben, dass jede/r die Welt in seinem Umfeld besser machen kann – mit erstaunlicher Wirkung. Ort des Geschehens war das Rebella Bex Café - schon zum dritten Mal. Und weil die Philosophie des Teams um Gründerin Rebecca Dorschner so gut mit der Vision des Wortwechsels in violett zusammenpasst, werden wir nun öfters dort zu Gast sein.

 

In dem Raum, wo sonst Yoga gelehrt wird, zum Beispiel auch von Marketa, die unsere Stamm-Gastgeberin ist, „weil wir so gut zu handhaben sind“, wie sie sagt.

 

 

Und dann ging es los:

Gaby Feile, die heutige Moderatorin, versprach viele Neuerungen und keine Büttenreden und hatte trotzdem viel Spaß - genau so wie das Publikum und das heutige Team:

 

Elke Schlichtig empfing als Direktorin des ersten und letzten Eindrucks alle Gäste - ohne Helau und Alaaf dafür mit viel Herz - und behielt das bis zum Abschied bei.

 

Michaela Thomson hatte das Tablet und die Zeit im Griff und sorgte als Saalmeisterin für einen reibungslosen Ablauf des Abends.

 

Und Rebecca Dorschner schlüpfte in die Rolle der Erinnerungsbewahrerin und knipste uns alle – ohne dass wir es merkten.

Unite2Dance

Nicht weil Fasching war, sondern weil Daniel Juling relativ spontan eingesprungen ist, gab es eine Premiere: es wurde getanzt. Der philosophierende Maschinenbau-Ingenieur will die Anzahl der wunderschön gelebten Stunden auf der Welt erhöhen.

 

Und weil das mit gemeinsamen Erlebnissen am besten geht, bringt er Menschen zum Tanzen. Er führte uns sehr behutsam und wirksam vor, was es heißt sich zu bewegen. Mit wunderschöner Kizomba-Musik entführte er uns in die Karibik und wir trieben in unserer Vorstellung auf dem badewannenwarmen Wasser – ganz natürlich und harmonisch. Weil zum Tanzen Vertrauen und ein paar Absprachen gehören, tanzten wir schließlich Rücken an Rücken und lernten eindrucksvoll, was es heißt zu führen und geführt zu werden.

 

Das war für viele von uns eine Erfahrung, die den weiteren Abend beeinflusste.

Folge deinem Instinkt

Als Julia Philipp vor rund 2 Jahren an einem Wendepunkt im Leben war, lernte sie die Isar ein gutes Jahr lang ganz und gar kennen - alle 300 Kilometer, und zwar zu Fuß. Sie begann damit, an der Isar entlang zu wandern, erst in München und dann Stück für Stück in beide Richtungen zur Quelle im Karwendel in Österreich und zur Mündung in die Donau.

 

Rund 30 Kilometer ging sie pro Tag und reiste abends nach München zurück. Die nächste Etappe fing sie dort wieder an, wo sie aufgehört hatte. Obwohl sie alleine ging, war sie in Gesellschaft: der Fluss und die Natur wurden zu ihren Wegweisern und lehrten sie viele Lektionen, die für das Leben geschrieben wurden: man kann Ziele erreichen, auch wenn man Schmerzen hat, vieles ergibt sich beim Gehen, ohne dass man viel planen muss und unser Instinkt führt uns sicher.

 

Besonders in Erinnerung blieb ihr ein Schmetterling, der auf ihrer Hand fast eine gesamte Tagesetappe mit ihr „reiste“ und sie sogar vom Essen abhielt. „Gehe los!“ sagt Julia, „und vertraue der Natur und deinem Instinkt.“

Ein Hauch von Hollywood

Es hat schon Tradition beim Wortwechsel in violett: die Auszeichnung von treuen Weltverbesserern. Dieses Mal überraschten wir Renate Döring mit dem ökologischen Weltverbesserer-Cup, denn sie war schon zum fünften Mal dabei, zwei Mal davon auch im Team.

 

Dabei wollte sie beim ersten Mal gar nicht so richtig, wie sie erzählte, und blieb dann doch ganz spontan da. Sie hat es nicht bereut und freute sich besonders über ihre Sed-Card, die sie dank unserer mehrfachen Erinnerungsbewahrerin Kora nun hat. Denn: Renate spielt als Statistin immer wieder in Serien und Filmen mit und wir waren stolz, dass sie an diesem Abend nicht beim Dreh war, sondern bei uns.

 

Vielen Dank, Renate!

Ein Abenteuer bis ans Ende der Welt

Es war ein großer Traum: einmal auf einem Kreuzfahrtschiff arbeiten! Dieser Traum erfüllte sich für Edith Roebers vor gut 25 Jahren, als sie zwischen Punta Arenas in Chile und der Antarktis hin und her „schipperte“.

 

Sie arbeitete im gastronomischen Bereich des Schiffes und zwar 7 Tage, 15 Stunden täglich – was soll man auch sonst tun auf so einem Schiff? Dass sie sich die gefährlichste Schiffspassage der Welt ausgesucht hatte, wurde Edith spätestens bei den 17 Meter hohen Wellen klar, die das Schiff immer wieder durchs Wasser trieben. Die Enge der Kabine, die ganz speziellen Menschen, die auf so einem Schiff arbeiten und die große Sehnsucht nach ihrem Partner, trugen zusätzlich dazu bei, dass Edith einen Albtraum erlebte, der sie bis heute sehr beschäftigt.

 

Schifffahren kann sie nur, solange sie Land sieht und der Geruch von Pinguinen (von denen es in der Antarktis Massen gibt), ruft bei ihr immer noch Beklemmungen hervor. Sie brauchte aber wohl diese extremen Gefühle, um eine Entscheidung zu treffen, die hieß: ich verlasse das Schiff und fliege zurück. Heute sagt sie: „Träume wahr zu machen ist wichtig, auch wenn man nicht weiß, was auf einen zukommt.“

Das Thema des Abends

Als weitere Premiere gab es dieses Mal eine Talkrunde mit allen Wortwechslern und Ralf als Vertreter des Publikums.

 

Wir reflektierten, welches Thema sich durch alle Geschichten zog und tauschten uns mit allen darüber aus. Das Element, das allen Geschichten gemein war, ist eindeutig das Wasser in all seiner Kraft, ob als sichere Oberfläche zum Schweben, als Fluss, der uns mäandernd zum Ziel bringt oder als Ozean, der uns mächtig unsere Grenzen aufzeigt.

 

Abenteuer zu wagen, ins Tun kommen und sich mit der Natur im Äußeren und im Inneren zu verbinden, das entdeckten die Gäste in allen Geschichten. Vertrauen zu haben, in das, was kommt war ebenfalls etwas, das uns alle bewegte.

Und das sagten die Gäste:

Es war wieder ganz super, kurzweilig und inspirierend - vielen herzlichen Dank!!!“

 

„Ich wollte unbedingt so einen tollen Weltverbesserer-Button. Jetzt habe ich ihn!“

 

„Der Austausch am Schluss war ein gelungener Abschluss für einen inspirierenden Abend.“

8. Februar 2018 - für immer...